Was bedeutent „Fairtrade-Town“

Hattersheim am Main wird ausgezeichnet

Mit einer Presseerklärung hatten die Hattersheimer Grünen im Februar 2016 über ihren Antrag informiert, der gemeinsam mit der SPD eingebracht worden war. Im Antragstext war zu lesen gewesen:

„Die Stadt Hattersheim bekennt sich zu der internationalen Kampagne „Fairtrade-Towns“ und strebt den in Deutschland von TransFair e.V. verliehenen Titel „Fairtrade-Town“ an.

Der Magistrat wird beauftragt alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die geforderten Kriterien zu erfüllen, damit die Stadt den Titel „Fairtrade-Town“ erhält.“

Kurz vor der Ausschusssitzung hatten die Hattersheimer Grünen zur Verdeutlichung praxisnah und anschaulich mit Produktbeispielen des „fairen Handels“ informiert. Der Antrag war dann von den Stadtverordneten auch beschlossenen und in der Verwaltung erfolgreich bearbeitet worden. Wie die Stadtverwaltung nun mitteilt, konnten zwischenzeitlich alle Kriterien erfüllt werden und die Stadt erhält die begehrte Auszeichnung.

Doch was bedeutet dies?

Die Grünen erläutern in einer aktuellen Pressemitteilung dazu nochmal ausführlicher:

"Unsere Verantwortung, wenn wir an den globalen Handel denken, wächst zunehmend. Es geht um gerechte Produktionsbedingungen und faire und nachhaltige Handelsbeziehungen zu den Ländern des globalen Südens. Umweltschonende Herstellungs- und Handelsstrukturen und auch unser Konsumverhalten haben außerdem wesentliche Bedeutung auch für die Bekämpfung der Ursachen für Kriege und Flucht.

Auf kommunaler Ebene spielt der Faire Handel in allen gesellschaftlichen Bereichen daher eine wichtige Rolle, zunehmend beim privaten Einkauf, aber auch bei der öffentlichen Beschaffung. Die Fairtrade-Towns Kampagne bietet Möglichkeiten und einen Start für ein faires, nachhaltiges Engagement in einer Kommune.

Angeknüpft an die Lokale Agenda 21 übernimmt eine Fairtrade-Town soziale Verantwortung und damit eine Vorbildfunktion für Bürgerinnen und Bürger. Für unsere Stadt bedeutet dies, sich innovativ als verantwortungsvolle, weltoffene Stadt zu etablieren und dieses positive Image zu transportieren.

Ziel ist es, Waren zu kaufen, die ohne ausbeuterische Kinderarbeit hergestellt wurden, die Menschen werden fair bezahlt und damit wird ihnen eine Zukunft ermöglicht dort wo sie leben und somit steht die Existenz der Erzeuger im Vordergrund. Unser Konsum – unser Verhalten kann die Welt verändern – zum Guten oder zum Schlechten. Lassen Sie uns gemeinsam die Welt zum Guten verändern.
Achten wir alle beim Einkauf auf fair gehandelte Produkte. Sie sind zu erkennen am Fairtrade-Siegel."

Jeder kann also durch sein eigenes Verhalten zum faireren Umgang und Miteinander beitragen, schließt die Pressemitteilung.

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