14.11.2020

Grüne freuen sich über die Anregungen von Hattersheimer Radfahrerinnen und Radfahrern

 

 

Vor 4 Wochen kündigten die Grünen an die Radwege unter die Lupe zu nehmen. Stefan Ehrecke, Dirk Staudt, Alessio Dale und Uwe Broschk haben die wichtigsten Routen abgefahren. „Die vielen Anregungen und Hinweise, die uns von Hattersheimer Radfahrer*innen erreicht haben, nehmen wir gerne auf“, freut sich Stefan Ehrecke. Und Dirk Staudt ergänzt: „Immer mehr Menschen lassen bei täglichen Fahrten zur Schule, zum Arbeitsplatz oder Einkaufen das Auto stehen und steigen auf ́s Rad. Es ist unerlässlich, dass eine der umweltfreundlichsten Arten der Fortbewegung auch in unserer Stadt attraktiver und vor allem sicherer werden muss.“

Die Zuschriften bestätigen den Eindruck der Grünen, dass bei städtischen Planungen und verkehrlichen Anordnungen das Auto Vorrang genießt. Vor allem wurde kritisiert, dass Drängelgitter und Poller die Nutzung der Radwege erschweren und für Lastenräder und Fahrräder mit Anhänger unpassierbar machen. Wenn diese Hindernisse dann auch noch unbeleuchtet sind, ist die Unfallgefahr groß. Viele Radwege endet auch unvermittelt und veranlassen zum gefährlichen Einfädeln und Queren von Hauptverkehrsstraßen. Die Anregungen befassen sich auch mit dem Wunsch nach neuen und schnellen Wegebeziehungen zwischen den Ortsteilen.

Alessio Dale, aktiv bei der Grünen Jugend sieht besonders für den Ortsteil Eddersheim Handlungsbedarf: „Es fehlen gut ausgebaute Radwege nach Okriftel mit Weiterführung des Radwegs entlang der Rheinstraße, nach Hattersheim, Weilbach und Flörsheim.“ Der „Radweg“ auf dem Maindamm entspricht mit 1,40 m Breite nicht den Anforderungen der StVO (Straßenverkehrsordnung) als Fuß- und Radweg in beide Richtungen. Eine Weiterführung des Radweges von Flörsheim entlang des Mainufers wäre eine gute Lösung. Auch der von Kelsterbacher Seite bereits geplante barrierefreie Umbau der Eddersheimer Schleuse könnte das Radwegenetz ergänzen und wird ausdrücklich begrüßt. Neben dem Neu- und Ausbau von Radwegen kann bereits mit einfachen und kostengünstigen Mitteln das Radfahren attraktiver werden.

Manche vorhandenen Wege müssen auf ihren Zustand überprüft werden. Wurzelaufbrüche und abgefahrene Kiesbeläge führen zu Unebenheiten und Bepflanzungen ragen oftmals in den Fahrbereich hinein und reduzieren den nutzbaren Fahrweg.

Beschilderungen müssen überprüft werden, denn manche sind fehlerhaft angebracht oder fehlen ganz. Illegales Parken auf Geh- und Radwegen muss stärker kontrolliert werden und beim Winterdienst muss gewährleistet sein, dass auch die Radwege geräumt werden und nicht der Schnee auf dem Radweg auftürmt wird. Sichere Fahrradständer vor allem an den Bahnstationen und am Schwimmbad sind ebenfalls wichtige Elemente zur Förderung des Radverkehrs.

Alessio Dale verweist auf unsere Nachbarstadt Kriftel: „Auch Fahrrad-Reparatur-Stationen,wie unlängst in Kriftel in Betrieb genommen könnten wir uns für Eddersheim und Okriftel im Bereich des Mainuferradweges und in Hattersheim in der Nähe des Bahnhofes gut vorstellen.“

Die Hattersheimer Grünen bedanken sich für die hilfreichen Hinweise und Informationen: „Unsere Liste ist nicht abgeschlossen und wir nehmen gerne weiterhin Anregungen, Kritik und Lösungsvorschläge unter kontakt(at)gruene-hattersheim.de entgegen, die wir bei unserer politischen Arbeit in die Diskussion einbringen werden.“

Weiterhin weisen die Grünen darauf hin, dass der ADFC noch bis zum 30. November eine Befragung mit der vorangestellten Frage „Macht Radfahren in Deiner Stadt Spaß oder ist es Stress?“ durchführt, um das Fahrradklima deutscher Städte zu ermitteln. Der Link dazu: https://fahrradklima-test.adfc.de/

„Eines ist sicher,“ so Uwe Broschk, „je mehr Radfahrende sich zu Wort melden, umso größer kann der Einfluss auf politische Entscheidungen sein. Es gibt noch vieles, was wir tun können, um das Radfahren attraktiver und sicherer zu machen.“

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