BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ortsverband Hattersheim

Energiewende, damit wir auch morgen noch gut leben können

Hattersheim am Main befindet sich – wie alle Kommunen im Rhein-Main-Gebiet – mitten im Klimawandel. Das Klimadashboard zeigt, dass sich die Klimakrise längst konkret vor Ort auswirkt und zentrale Lebensbereiche wie Energie, Mobilität und Wohnen betrifft. 

Die Treibhausgasemissionen entstehen dabei in mehreren Sektoren – insbesondere im Verkehr, in der Energieversorgung und beim Heizen von Gebäuden. Gerade im Gebäudebereich spielen fossile Energieträger weiterhin eine große Rolle, was den Handlungsdruck für die Wärmewende deutlich erhöht. 

Auch im Bereich Mobilität wird der Handlungsbedarf deutlich: Der motorisierte Individualverkehr trägt erheblich zu den Emissionen bei und beansprucht zugleich viel Raum im öffentlichen Bereich. Gleichzeitig werden viele Fahrzeuge nur einen kleinen Teil des Tages tatsächlich genutzt. Hier liegt die Chance, vorhandene Flächen effizienter zu gestalten und stärker für Grün, Aufenthaltsqualität und klimatische Entlastung zu nutzen – ohne dabei die notwendige Mobilität einzuschränken gleichzeitig wird deutlich, dass sich bereits Veränderungen vollziehen: Der Ausbau erneuerbarer Energien – insbesondere von Photovoltaik – nimmt zu und zeigt, dass die Transformation vor Ort begonnen hat. Dennoch sind weitere Anstrengungen notwendig, um die Emissionen ausreichend zu senken und die Klimaziele zu erreichen. 

Das Dashboard macht damit sichtbar: Hattersheim befindet sich in einem Spannungsfeld zwischen bereits eingeleiteter Transformation und weiterhin bestehenden strukturellen Abhängigkeiten von fossilen Energien. Wie sich die Stadt in Zukunft entwickelt, hängt maßgeblich davon ab, wie konsequent diese Transformation weitergeführt wird.

1. Status quo – „Wo steht Hattersheim heute?“

  • Durchschnittstemperaturen (z. B. Juli ~20 °C, Januar ~2 °C) 
  • Trend: mehr heiße Tage, häufiger über Durchschnitt
  • Niederschlag: ca. 600 mm/Jahr, aber ungleich verteilt 
  • Problem: Wärmeinseln durch Bebauung & Versiegelung

Visualisierungsidee:

  • Zeitreihe Temperatur (1990–heute)
  • Anzahl Hitzetage >30 °C

2. Best-Case-Szenario  (klimagerechte Stadt)

Bildhafte Beispiele:

  • Viele schattige Plätze, Straßenbäume, grüne Dächer
  • Schwammstadt: Regen wird gespeichert statt abgeleitet
  • Abwärme von Rechenzentren wird genutzt
  • Gebäude energieeffizient, teilweise autark
  • Weniger Verkehr → weniger Hitze & Emissionen

mögliche Kennzahlen:

  • Anteil Grünflächen
  • Versiegelungsgrad sinkt
  • Hitzetage stabilisiert
     

3. Worst-Case-Szenario  (Business as usual)

Bildhafte Beispiele:

  • Kaum Biodiversität, sterile Flächen
  • Starke Hitzeinseln in der Innenstadt
  • Boden speichert Hitze → Nächte bleiben warm
  • Mehr Verkehr → zusätzliche Belastung
  • Starkregen → Überflutungen durch Versiegelung

mögliche Kennzahlen:

  • steigende Tropennächte
  • steigende Gesundheitsbelastung
  • sinkende Aufenthaltsqualität

4. Hebel / Handlungsmöglichkeiten

  • Stadtplanung (Entsiegelung, Grünflächen)
  • Baupolitik (Zisternen, Begrünung)
  • Energie (Abwärme, lokale Versorgung)
  • Mobilität (Verkehr reduzieren)
  • Gesundheit (Hitzeaktionsplan)